Demo: Gegen die Tierschutzverstöße im Schlachthof Gärtringen

Demo am Samstag (05.09.) in Gärtringen

Grüne Jugend / Kreis Böblingen:

Bilder wie die, die die SOKO Tierschutz im Gärtringer Schlachthof aufgezeichnet hat, sind nicht nur unendlich grausam, sondern verstoßen quasi gegen alle Richtlinien, die es tierschutzrechtlich gibt.

Wir fordern eine lückenlose Aufklärung und eine Stilllegung des Schlachtbetriebs bis vollkommen sichergestellt ist, dass sämtliche Vorgaben wieder eingehalten werden und eine strafrechtliche Verfolgung derer, die die Misshandlungen durchgeführt und derer, die dies haben geschehen lassen. 

Für uns hat das Tierwohl und der Tierschutz oberste Priorität. Kein Tier muss unnötige Qualen durchleiden, wie man sie auf dem Video der SOKO Tierschutz sehen kann, welches seit letzter Woche in den sozialen Medien kursiert.

Wer Fleisch verantwortungsvoll konsumieren will, muss sicher sein können, dass die Tiere entsprechend behandelt werden. Wir stehen also klar zu kleinen regionalen Schlachtereien, denn sie können die richtigen Rahmenbedingungen für einen Schlachtvorgang ohne unnötiges Tierleid setzen. Unser Ziel ist es daher, die lokale Schlachterei in Gärtringen zu erhalten, allerdings ohne Kompromisse im Tierschutz zu machen.

Daher haben wir als Grüne Jugend eine Demonstration für diesen Samstag, den 05.09.2020 von 10-12 Uhr vor dem Schlachthof in Gärtringen auf dem P+M Parkplatz angemeldet (Im Hagegarten, 71116 Gärtringen).

Wir fordern die Betreiber*innen des Schlachthofs, die Metzgereien und Landwirt*innen, die mit dem Gärtringer Schlachthof kooperieren, dazu auf, mit uns in einen Dialog zu treten, um gemeinsam sicherzustellen, dass sich solche Bilder in Zukunft unter keinen Umständen mehr wiederholen. Einige gute Ansätze konnten wir bereits aus der Presse entnehmen und freuen uns über den Schritt in die richtige Richtung. Wir haben auch Vertreter*innen aus der Landwirtschaft, Metzgereien und des Schlachthofs bezüglich Redebeiträgen angefragt. Die Antworten stehen momentan noch aus. Denn unserer Gesellschaft ist nicht geholfen, wenn wir unseren Fleischkonsum zukünftig durch Tönnies-Industrieschlachtung decken.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen! Tragt dabei bitte einen Mund-Nasen-Schutz und beachtet den Mindestabstand von 1,5 Metern. So können wir noch ganz nebenbei aufzeigen, wie man Demonstrationen in mitten einer Pandemie abhält, ohne das Gemeinwohl zu gefährden.

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