Statement zum Car2Go Rückzug: Kein Protest? Hier ist er.

GJ BB: Kein Protest? Hier ist er.

Ein Mobilitätsmix braucht CarSharing. Und in Ballungsgebieten muss es möglich sein, dieses als Floating-Flotte zu betreiben.
Dass Daimler mit Car2Go dieses Angebot auch in Teilen des Kreis Böblingens, also in Sindelfingen und Böblingen geschaffen hat war erfreulich. Zumindest aus unserer Sicht schein die Akzeptanz und Nutzung der Elektrosmarts in der Bevölkerung zunehmend zuzunehmen.
Als GRÜNE JUGEND im Kreis Böblingen sehen wir es natürlich kritisch, dass ein Monopol durch einen großen Konzern wie Daimler gehalten wird. Dennoch sehen wir in Floating-Flotten die Zukunft des CarSharings und eine echte Verbesserung für die Mobilität im Kreis.
Aus diesen Gründen hatte auch unser Sindelfinger Stadtrat Tobias B. Bacherle schon angeregt, die Stadt Sindelfingen möge auf eine Erweiterung des Geschäftsgebiets hinwirken, sodass in Zukunft auf das Hinterweil, Maichingen und das Eichholz ins Geschäftsgebiet aufgenommen würden.
Zur aktuellen Entwicklung äußerte sich Car2Go-Sprecherin Vera Pfister, dass bisher kein Protest aufgekommen wäre. Damit dies nicht so bleibt, möchten wir klar sagen, dass CarSharing ein wichtiger Baustein für einen ökologischeren Verkehr ist und wir uns diesen flächendeckend im Kreis wünschen.
Die aktuelle Entwicklung halten wir daher für sehr bedauerlich. Auch, da sie dazu führt, dass eine gute Alternative zum eigenen Auto nach nur kurzer Zeit für einen Teil der bisherigen Nutzenden wieder wegfällt.

Vielleicht lieber nicht-kommerziell?

Ob CarSharing in Zukunft von Car2Go, von anderen kommerziellen Anbietern oder von öffentlicher Hand oder privaten, nicht-kommerziellen Initiativen (wie z.B. in Renningen) angeboten wird, ist dabei für uns zweitrangig. Wenn Sindelfingen jedoch einen besseren Mobilitätsmix möchte, dann muss neben dem Ausbau der Fahrradinfrastruktur, des öffentlichen Nahverkehrs und attraktiverer Fußwege, auch ein nachhaltiges CarSharing Angebot sichergestellt werden.
Wenn Car2Go noch keinen Protest gegen den Rückzug wahrgenommen hat, dann möchten wir hier einen Anfang machen. Und uns dem offenen Brief von Tobias B. Bacherle anschließen.

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