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Bericht: Alex Maier MdL im ’s Café

Der Jungspund fühlt sich im Landtag wohl

Alex Maier und Tobias B. Bacherle geben im Sindelfinger ‘s Café Einblick in ihren politischen Alltag

Einen großen Tisch hatte die GRÜNE JUGEND im Sindelfinger ‘s Café reserviert und zu einem gemütlichen Kneipengespräch mit dem jüngsten Grünen Abgeordneten im Baden-Württembergischen Landtag eingeladen. Am Ende kamen so viele junge Interessierte, dass die Runde mit weiteren Stühlen angebaut werden musste.

Zu Gast war Alexander Maier. Der 25 Jährige konnte im März das Direktmandat für die Grünen im Wahlkreis Göppingen gewinnen und ist seitdem der zweitjüngste Abgeordneter im Stuttgarter Landtag – jünger ist nur noch ein Kollege der AfD. Mit dieser hat sich der Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus und Gründer einer Initiative gegen Nazi-Aufmärsche in seiner Heimat Göppingen, auch in jüngster Zeit viel beschäftigte. „Das ist wirklich erstaunlich“, so Maier auf Nachfrage über die AfD im Landtag. „Von denen kam noch nichts, was irgendwie brauchbar war. Ich meine, die sind nicht faul, die stellen eine Menge Anfragen und Anträge. Aber am Ende geht es ihnen immer nur um Flüchtlinge – ganz egal was eigentlich Thema ist.“
Doch dass Alex Maier seinen Tag meist nicht mit Gedanken an die AfD verbringt, das wird schon zu Anfang des Gesprächs deutlich. Wie so ein Abgeordneten Tag aussehe? „Kein Tag wie der andere“, resümiert der Göppinger.
Eine knappe viertel Stunde gibt Maier einen Überblick, bevor sich ein Gespräch entwickelt und schnell auch Fragen an den lokalen Grünen Bundestagskandidaten und Sindelfinger Stadtrat Tobias B. Bacherle kommen. Wie das denn so sei, als junger Mensch in der Politik werden Maier und Bacherle gefragt und erzählen, dass sie sich zumindest in ihrer Partei doch sehr wohl aufgehoben fühlen. Mehr gleichaltrige oder wenigstens etwas jüngere Kollegen wünschen sich beide dennoch. „Ich meine, manch eine oder einer meiner Abgeordnetenkolleginnen oder Kollegen erzählt von ihren Kindern und die sind so alt wie ich“, so Maier. Dennoch fühlt der 25 jährige sich im Landtag angenommen und ernstgenommen.
Was Bacherle im Wahlkampf anders machen will, das interessiert dann auch den Göppinger. „Im Vordergrund muss stehen, dass wir die Menschen wieder erreichen wollen. Egal ob über Facebook oder auf dem Marktplatz“, macht Bacherle deutlich, was ihn antreibt und Maier bekräftigt mit seinen positiven Erfahrungen mit den Sozialen Medien.
Nach gut zwei Stunden offener Diskussion endet die Veranstaltung. Beide Jungpolitiker eilen danach weiter – Alexander Maier auf die S-Bahn, die ihn zurück nach Göppingen bringt, Tobias B. Bacherle hat noch eine Besprechung. Und das ist wohl auch eine der Kernaussagen der beiden über ihren Alltag. Da gibt es vor allem: Viel zu tun.

 

 

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